Dachsanierung Kosten 2026 - Was kostet ein neues Dach wirklich?

Neueindeckung, Dämmung, Flachdach, Gauben - die Kosten variieren stark. Hier sind realistische Zahlen aus dem Jahr 2026, mit regionalen Unterschieden und einem Überblick über Förderung.

Was kostet eine Neueindeckung?

Eine Neueindeckung ist der häufigste Eingriff bei der Dachsanierung. Alle Ziegel werden abgenommen, die Lattung und die Unterspannbahn werden erneuert, dann wird neu gedeckt. Der Dachstuhl bleibt in der Regel erhalten.

Die Kosten hängen stark vom Material ab:

Für ein typisches Einfamilienhaus mit 120 m² Dachfläche bedeutet das: 4.500 bis 24.000 Euro für die Neueindeckung allein, ohne Dämmung.

Was kostet die Dämmung dazu?

Wenn gleichzeitig gedämmt wird, steigen die Kosten deutlich. Das GEG schreibt bei einer Sanierung mindestens 200 mm Dämmung vor. Die günstigste Methode ist die Zwischensparrendämmung, die teuerste aber effektivste die Aufsparrendämmung.

  • Zwischensparrendämmung: 140 bis 235 Euro pro m²
  • Aufsparrendämmung: 175 bis 345 Euro pro m²

Für 120 m² Dachfläche: 16.800 bis 41.400 Euro mit Dämmung. Das klingt viel, aber die KfW fördert bis zu 20 Prozent der Kosten.

Regionale Unterschiede

Die Kosten variieren je nach Stadt erheblich. München ist am teuersten, Leipzig am günstigsten. Hier ein Überblick für eine Neueindeckung mit Tonpfannen (120 m², ohne Dämmung):

Neueindeckung Tonpfanne, 120 m²:
München: 9.000 bis 18.000 Euro
Hamburg: 7.500 bis 15.000 Euro
Köln: 7.000 bis 14.000 Euro
Stuttgart: 7.500 bis 15.500 Euro
Düsseldorf: 7.000 bis 14.500 Euro
Dortmund: 6.500 bis 13.500 Euro
Leipzig: 5.500 bis 11.500 Euro

Was kostet eine Flachdachsanierung?

Flachdächer werden anders saniert als Steildächer. Die Abdichtung wird erneuert, oft mit einer neuen Dämmschicht. Die Kosten:

Flachdachsanierung:
Bitumenbahn ohne Dämmung: 55 bis 115 Euro pro m²
FPO-Bahn ohne Dämmung: 80 bis 145 Euro pro m²
Mit Dämmung: 140 bis 275 Euro pro m²
Mit Begrünung: 75 bis 320 Euro pro m² zusätzlich

Wann lohnt sich eine Sanierung?

Ein Dach hält, je nach Material, 30 bis 100 Jahre. Aber die Lattung darunter hält oft nur 40 bis 60 Jahre. Wenn die Lattung fault, müssen alle Ziegel abgenommen werden, auch wenn sie noch gut sind. Das ist der häufigste Grund für eine Neueindeckung.

Zeichen, dass eine Sanierung fällig ist:

  • Feuchtigkeit im Dachboden oder an der Decke
  • Verrutschte oder gebrochene Ziegel nach einem Sturm
  • Moos und Algen auf der Dachfläche (Zeichen für Feuchtigkeit)
  • Das Dach ist älter als 40 Jahre und wurde nie saniert
  • Die Heizkosten steigen, obwohl nichts geändert wurde

Förderung nicht vergessen

Wer bei der Sanierung gleichzeitig dämmt, kann KfW-Förderung beantragen. Das BEG EM-Programm gibt 15 bis 20 Prozent Zuschuss auf die förderfähigen Kosten. Wer in NRW wohnt, kann zusätzlich die NRW-Bank anzapfen. In Bayern gibt es die LfA Bayern.

Wichtig: Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden. Wer erst baut und dann beantragt, bekommt nichts.

Für denkmalgeschützte Gebäude gibt es zusätzlich Steuervorteile: bis zu 9 Prozent der Sanierungskosten pro Jahr absetzbar.

Dachsanierung in Ihrer Stadt