Aus dem dunklen Speicher ein helles Zimmer machen - der Dachausbau ist eine der besten Investitionen in Eigenheim. Was er kostet und wie die Förderung hilft.
Ein Dachausbau macht aus dem Speicher Wohnraum. Die Kosten hängen davon ab, wie viel gemacht wird und wie hochwertig. Im einfachen Ausbau wird gedämmt, beplankt, der Boden gemacht und ein Fenster eingebaut. Im gehobenen Ausbau kommt eine Gaube dazu, eine eigene Treppe, ein Bad, Heizkörper.
Kompletter Dachausbau (inkl. Dämmung, Beplankung, Boden, Fenster):
Einfache Ausführung: 750 bis 1.250 Euro pro m²
Gehobene Ausführung: 1.250 bis 1.850 Euro pro m²
Beispiel 60 m²: 45.000 bis 111.000 Euro
Der größte Posten ist meist die Dämmung: Das GEG schreibt bei einem Ausbau mindestens 200 mm Dämmung vor. Dann kommen Innenausbau, Fenster, Elektrik, Heizung - und eine Treppe, wenn noch keine ins Dachgeschoss führt.
Eine Gaube bringt Stehfläche und Licht. Ohne Gaube ist der Dachboden an den Seiten nur kniehoch. Mit Gaube wird daraus nutzbarer Raum. Es gibt drei gängige Typen:
Eine Gaube braucht in den meisten Städten eine Baugenehmigung.
Wenn nur gedämmt und beplankt wird - ohne Innenausbau - kostet das 185 bis 420 Euro pro m². Das ist deutlich günstiger als ein Komplettausbau und erfüllt bereits die GEG-Pflicht.
Dämmung + Beplankung (ohne Innenausbau):
Zwischensparrendämmung 200 mm: 185 bis 420 Euro pro m²
Inklusive Dampfsperre, Gipskarton, Malerarbeiten
Wenn keine Treppe existiert, muss eine eingebaut werden. Das ist oft teurer, als man denkt, weil die Decke geöffnet und ein neuer Zugang geschaffen werden muss:
Die KfW fördert den Dachausbau mit zinsgünstigen Darlehen. Wenn die Dämmung über dem GEG-Mindeststandard liegt, gibt es bis zu 20 Prozent Zuschuss. In NRW fördert die NRW-Bank zusätzlich. In Bayern die LfA Bayern.