Gaube einbauen Kosten 2026 - Trapezgaube, Spitzgaube, Schleppgaube

Mehr Licht, mehr Raum, mehr Stehfläche - aber auch mehr Kosten. Was Gauben wirklich kosten und worauf Sie achten müssen.

Was bringt eine Gaube?

Eine Gaube ist mehr als ein Fenster im Dach - sie schafft Stehfläche. Ohne Gaube ist der Dachboden an den Seiten nur kniehoch. Mit Gaube wird daraus nutzbarer Raum, in dem man aufrecht stehen kann. Das macht den Unterschied zwischen einem Lagerraum und einem Zimmer.

Eine Gaube kostet zwar 8.000 bis 25.000 Euro - aber sie erhöht den Wohnwert und den Immobilienwert. In München oder Hamburg, wo der Quadratmeter Wohnraum teuer ist, amortisiert sich eine Gaube oft schneller, als man denkt.

Die drei Gaubentypen

Schleppgaube: Das Dach der Gaube ist einseitig geneigt und schließt flacher an die Hauptdachfläche an. Bietet die meiste Stehfläche, ist aber am teuersten und auffälligsten. In Köln und Hamburg häufig, in München in den Einfamilienhausgebieten.

Trapezgaube: Die Front ist trapezförmig, das Dach leicht geneigt. Ein guter Kompromiss zwischen Stehfläche und Kosten. In NRW und im Ruhrgebiet verbreitet.

Spitzgaube: Die Front ist dreieckig, das Dach als Satteldach. Die optisch unauffälligste Lösung - passt gut zu historischen Dächern. In Stuttgart und München in den Altbauvierteln beliebt.

Was kosten Gauben 2026?

Schleppgaube:
München: 12.000 bis 25.000 Euro
Hamburg: 10.500 bis 22.000 Euro
Köln: 9.500 bis 19.000 Euro
Stuttgart: 10.000 bis 21.000 Euro
Dortmund: 9.500 bis 18.500 Euro

Trapezgaube:
München: 10.500 bis 21.000 Euro
Hamburg: 9.000 bis 19.000 Euro
Köln: 8.500 bis 16.000 Euro
Stuttgart: 9.000 bis 18.500 Euro
Dortmund: 7.800 bis 15.500 Euro

Spitzgaube:
München: 11.000 bis 23.000 Euro
Hamburg: 9.500 bis 20.500 Euro
Köln: 9.000 bis 18.000 Euro
Stuttgart: 9.500 bis 19.500 Euro
Dortmund: 8.800 bis 17.500 Euro

Alle Preise inklusive Einbau, Anschlüssen und Unterstützung bei der Genehmigung.

Wann braucht man eine Genehmigung?

In den meisten deutschen Städten ist eine Gaube genehmigungspflichtig. Die genauen Regeln unterscheiden sich - die Landesbauordnungen der Bundesländer geben den Rahmen, die Kommunen setzen ihn um.

  • NRW: Gauben bis zu einer bestimmten Größe sind verfahrensfrei. Darüber: Kenntnisgabe oder Genehmigung.
  • Bayern: Strenger als NRW - in München und Stuttgart ist fast immer eine Genehmigung nötig.
  • Hamburg: Gauben in denkmalgeschützten Vierteln brauchen zusätzlich Denkmalschutz-Genehmigung.

Ein guter Zimmermann oder Dachdecker kennt die örtlichen Regeln und holt die Genehmigung mit ein.

Förderung für Gauben

Die Gaube allein wird nicht gefördert - aber wenn sie mit einer energetischen Sanierung verbunden ist, kann die KfW die Kosten fördern. Voraussetzung: Die GEG-konforme Dämmung muss mit eingebaut werden.

Wer in NRW wohnt, kann zusätzlich die NRW-Bank anzapfen. Die LfA Bayern fördert Anbauten und Aufstockungen mit zinsgünstigen Darlehen.

Für denkmalgeschützte Gebäude gibt es über die Denkmalschutz-Förderung zusätzliche Zuschüsse - 5 bis 15 Prozent der Kosten, je nach Bundesland.

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