Luft, Sole oder Erdwärme? Die Kosten für eine Wärmepumpe variieren stark je nach Typ. Hier sind realistische Zahlen für 2026.
Die Luft-Wärmepumpe ist der günstigste Einstieg. Die Anlage selbst kostet zwischen 12.000 und 18.000 Euro. Hinzu kommen Installationskosten von 3.000 bis 6.000 Euro. Für ein Einfamilienhaus rechnet man mit Gesamtkosten von 15.000 bis 24.000 Euro - bevor die Förderung abgezogen wird.
Eine Sole-Wärmepumpe nutzt die Erdwärme über Erdkollektoren oder Erdsonden. Die Anschaffungskosten liegen bei 18.000 bis 28.000 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Erschließung: Erdkollektoren kosten 5.000 bis 12.000 Euro, Erdbohrungen 8.000 bis 15.000 Euro. Gesamtkosten: 25.000 bis 45.000 Euro.
Die jährlichen Betriebskosten hängen von der Effizienz der Anlage und Ihrem Wärmebedarf ab. Eine gut gedämmte Wohnung mit 120 m² braucht etwa 12.000 kWh pro Jahr. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh und einer Jahresarbeitszahl von 3,5 liegen die Heizkosten bei etwa 1.030 Euro pro Jahr.
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert Wärmepumpen mit bis zu 25 Prozent der Kosten. Eine Luft-Wärmepumpe für 20.000 Euro wird so um 5.000 Euro günstiger. Dazu kommen oft lokale Programme von KfW, Ländern und Kommunen.
Die Installationskosten variieren je nach Region. München und Hamburg sind am teuersten, Leipzig und Dortmund am günstigsten. Für eine Luft-Wärmepumpe inklusive Installation:
Luft-Wärmepumpe, Komplett inkl. Installation:
München: 18.000 bis 26.000 Euro
Stuttgart: 17.000 bis 24.000 Euro
Hamburg: 16.000 bis 23.000 Euro
Köln: 15.500 bis 22.000 Euro
Dortmund: 14.000 bis 20.000 Euro
Leipzig: 13.000 bis 19.000 Euro
Ja, aber nur wenn das Gebäude gut gedämmt ist. Bei einer Heizlast über 80 Watt pro m² ist die Wärmepumpe unwirtschaftlich. Erst ab etwa 60 Watt pro m² macht sie Sinn.
Ja, in vielen Fällen. Bei einer Öl- oder Gasheizung über 20 Jahren ist der Austausch fast immer sinnvoll. Die bestehende Hydraulik kann oft weiter genutzt werden.
Eine Wärmepumpe hält 15 bis 25 Jahre. Die Lebensdauer hängt von der Nutzung und der Wartung ab.
Luft-Wärmepumpen holen die Wärme aus der Außenluft. Sie sind günstiger, aber bei sehr niedrigen Temperaturen weniger effizient. Erdwärme ist teurer in der Installation, liefert aber ganzjährig konstante Temperaturen.
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